Motorsport-Wochenende in Ost und West

2- und 4-Räder kämpfen im Regen

Während drei Clubfahrer in Kempenich im Schlamm kämpften, hatte der ADAC Ostwestfalen-Lippe in Oschersleben den „ADAC Kart Bundesendlauf“ ausgetragen. Auch hier waren Mitglieder des MSC Lippe-West vor Ort, allerdings nur als Helfer.


Seniorenausflug in die Eifel

Die Idee war verlockend: Zum Saionende noch einmal gemütlich Endurofahren, am Besten ein einfacher Wettbewerb, bei dem man sich nicht überanstrengen würde und auch Robert das Ziel sehen würde.
Im goldenen Oktober über noch grüne Wiesen mit dem Motorrad unterwegs. Die Idee gefiel Ingo, der spontan zusagte und dem Bruno sowieso, weil der ohnehin da fahren wollte. „Da“ ist Kempenich in der Eifel, wo Robert selbst schon vor 39 Jahren seinen allerersten Enduro-Wettbewerb gefahren hatte – damals hieß das aber noch Gelände-Zuverlässigkeitsfahrt.

Je näher der Termin heranrückte, desto tiefer sank die Stimmung, denn es herrschte tagelang Dauerregen in der Eifel und gemütlicher wurde es definitiv nicht.

Zwei Sonderprüfungen gab es, Eine die schier endlose Schleifen über einen riesigen Maisacker zog und Eine höchst aufwenig geformte im Kies-Abbau und -Deponiebereich mit vielen kleinen Auf- und Abfahrten, die beim Ablaufen schon höchsten Respekt forderte. Doch im Vertrauen: Es wurde eigentlich genau andersherum, denn auf dem glitschigen Acker war es viel schwerer ordentlich voran zu kommen, als auf dem unterschiedlichen Untergrund mit vielen Auf- und Abs.

Robert als Super-Senior kam gerade an die Prüfung als Ingo (in seinem letzten Auftritt als Senior) gerade aus der Prüfung kam „Ist viel einfacher als wir gedacht haben,“ beruhigte er den KTM-Fahrer – und siehe da, er hatte Recht.

Insgesamt war es aber eine Schinderei – von wegen hoher Straßenanteil – tatsächlich ging es fast nur auf Feld- und Waldwegen zur Sache, die allesamt durch den Regen schlammig und aufgewühlt waren. Einige besondere Wäldchen hatten noch fast trialartige Abschnitte und außerdem gab es noch ein Weg durch eine ehemaliges Waldstück am Industriegebiet, wo die Baumstümpfe ihre Wurzeln in die Spurrinnen gesteckt hatten – keine leichte Aufgabe und einige andere Fahrer meinten auch von sich aus, dass es wohl die schwerste Geländefahrt in Kempenich seit ewigen Zeiten gewesen wäre.

Am besten kam der Jüngste der drei Senioren zurecht: Am Ende sogar ein sensationeller elfter Platz in der Senioren-Klasse, obwohl er quasi der älteste Senior war und seit einigen Jahren keine Wettbewerbe mehr gefahren ist.

Bruno gab nach zwei Runden vorzeitig auf: „Bei dem Schlamm und Regen bin ich ohne Brille gefahren und habe immer wieder Dreck in die Augen bekommen. Ich konnte nicht mehr richtig Sehen, das wurde mir zu gefährlich.“

Gemäß seiner Devise „Aufgeben gibt es nur für Pakete und Päckchen“, kämpfte sich Robert noch ins Ziel: „Ich wusste, dass ich in der dritten Runde nicht mehr viel Kraft haben würde, und deshalb habe ich eine Runde zuvor schon vorgestempelt, damit ich am Ende nicht wegen Zeitüberschreitung aus der Wertung genommen wurde.“ Offensichtlich liegt ihm die Theorie des Endurofahrens besser als der Praxis, was aber trotzdem zum 37. Platz bei 59 gestarteten Super-Senioren reichte!

Abschließender Kommentar von Ingo, nachdem man gemeinsam tatsächlich stundenlang die Motorräder geputzt hatte: „Komm mir bloß nicht wieder mit der Idee, zum Saisonende mal gemütlich in der Eifel Endurofahren gehen zu wollen.“

Ein besonderer Dank geht an Peter Teichmann aus Zschopau.
Es hat uns freundlicherweise die Fotos unserer Clubfahrer zur Verfügung gestellt.


ADAC Kart Bundesendlauf

Am 19. / 20.10.2019 veranstaltete der ADAC Ostwestfalen-Lippe den diesjährigen ADAC Kart Bundesendlauf auf der Kartbahn an der Motorsport Arena in Oschersleben.

Über 100 Jugendliche und Erwachsene aus allen Himmelsrichtungen gingen an den Start der zwei Tagesveranstaltung.

Für eine solche Veranstaltung werden natürlich viele helfende Hände gebraucht.
Und so kam es, dass Hartmut und Ralf noch in letzter Minute als Helfer rekrutiert wurden.

Hartmut wurde der Technischen Abnahme zugeteilt. Er musste vor jedem Rennen die Motornummern kontrollieren.
Ralf wurde im Vorstart eingesetzt und musste die Teilnehmer in geordneter Formation auf die Strecke lassen. Das war gerade bei den Bambinis nicht ganz einfach, denn unter den Helmen waren die Kids schon im Rennmodus und nur schwer unter Kontrolle zu bringen.

Am Ende war es eine gut organisierte Veranstaltung und alle waren zufrieden.